Leibniz Zitate

Hochzeitspräsent, bestehend in sehr leichten Regeln, dadurch zwischen Eheleuten eine beständige Liebe und Vergnügung zu erhalten. Gottfried Wilhelm Leibniz, verfasst im Jahr 1695. (Das „Hochzeitspräsent“ kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden.)

„Denn soviel ist unser Leben für ein wahres zu schätzen, als man darin wohltut.“ (zitiert nach Emanuel Hirsch)

„Die Ruhe ist eine Stufe zur Dummheit. Man muß stets etwas finden, was es zu tun, zu denken, zu entwerfen gilt, wofür man sich interessiert, sei es für die Öffentlichkeit oder den Einzelnen.“ (zitiert nach van den Heuvel S. 53)

„Zu meiner größten Überraschung stelle ich fest, dass gelehrte Personen, die vorwiegend analysieren, doch nichts Neues entdecken. … Ich glaube, das kommt daher, weil sie zu sehr der üblichen Route folgen; man muß den großen Weg verlassen, um etwas zu finden.“ (zitiert nach Müller/ Krönert S. 42)

„Meiner Anlage nach habe ich Freude daran, Gutes festzustellen. Die Beschäftigung dagegen, welche die meisten bevorzugen, nämlich Stellen herauszusuchen, die Anstoß erregen, könnte mich nicht befriedigen.“ (zitiert nach Müller / Krönert S. 118)

Leibniz über sich selbst an Vincentius Placcius:„Glauben Sie ja nicht, dass ich von Ihrer ‚Medicina moralis’ geringschätzig denke oder dass ich sie gar nicht gelesen habe, weil ich nichts tadelte. Wissen Sie, niemand hat weniger den Geist eines Zensors als ich. Es klingt seltsam: ich billige das meiste, das ich lese, auch bei anderen, von Ihnen ganz zu schweigen. Mir, der ich weiß, wie verschieden die Dinge genommen werden können, fällt beim Lesen meistenteils etwas ein, wodurch die Schriftsteller entschuldigt oder verteidigt werden. Selten missfallen mir Stellen während der Lektüre, obschon mir der eine Gedanke mehr gefällt als ein anderer.“ (zitiert nach Müller / Krönert S. 138)

„Das wahre Mittel, die Menschen zu ändern besteht darin, sich der Jugend zuzuwenden. Es besteht wenig Aussicht, die Alten zu ändern. Aber die Alten werden nicht verärgert sein, wenn ihre Kinder besser als sie selber werden.“

Leibniz lebte nach dem Grundsatz: „für das öffentliche Wohl zu arbeiten, ohne mich zu sorgen, ob es mir jemand dankt. Ich glaube, dass man damit Gott nachahmt, der sich um das Wohl des Universums sorgt, egal ob die Menschen es anerkennen oder nicht.“ (zitiert nach van den Heuvel S. 25)

„Ich gestehe auch, dass ich einen Fehler habe, der in der Welt als schwerwiegend gilt: nämlich häufig gegen das Zeremoniell zu verstoßen und bei der ersten Begegnung keinen allzu guten Eindruck zu machen. Wenn man auf diese Dinge großes Gewicht legt… und wenn es gilt zu trinken, um zu gelten, so wissen Sie selbst, dass ich dann fehl am Platze bin.“ (zitiert nach van den Heuvel S. 18)


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